Dienstag, 24. Februar 2015

Holistisches Prinzip Ganzheitlichkeit

Holistisches Prinzip Ganzheitlichkeit





Holistisches Prinzip Ganzheitlichkeit, ein von Christiaan Smuts gebildeter Begriff, lässt sich vom griechischen Wort ”holos” ableiten.


Nach Rupert Sheldrake (2008) besitzen Lebewesen ganzheitliche Eigenschaften, die sich auf ein bestimmtes Ziel hin entwickeln. Es handelt sich um den nicht-materiellen Organisationsfaktor, indem die Seele einem Selbstzweck folgt.


”Jeder Organismus ist von Natur aus ein vollkommenes Ganzes und gleichzeitig in ein umfassenderes Ganzes eingebettet. So findet zwischen jedem Körper und seinem Umfeld ein ständiger Austausch von Materie und Energie statt, das heisst, er verändert sich ständig. Das ändert aber nichts an seiner Ganzheit. Unsere Körper sind im wahrsten Sinne des Wortes in ihre direkte Umgebung eingebettet, in die grössere Ordnung des Planeten und schliesslich in das gesamte Universum.“ (KabatZinn, J., 2007, S. 149).


Zu den Mitbegründern des Holismus gehören auch der Biologe J. S. HALDANE (1860 - 1936) und der Naturphilosoph Adolf MEYER-ABICH (1893 - 1971). In drei Werken hat A. MEYER-ABICH entscheidende Grundlagen zum Holismus geliefert. Sein Sohn Klaus Michael MEYER-ABICH (*1936) studierte Physik und Philosophie und schrieb in neuerer Zeit wichtige Beiträge zum Holismus, z.B. über Holismus und Physiozentrismus.


Das mechanistische Weltbild in seiner Auswirkung hat alles zerteilt, auch den Menschen. Der Mensch wird nicht mehr in seiner Ganzheit wahrgenommen, und so funktionieren auch unsere Organisationen: zerstückelt und nicht mehr als Organismus.


Im Gegensatz dazu betrachtet das holistische Weltbild den Menschen als Ganzes. Der ganze Mensch funktioniert durch das Zusammenspiel der einzelnen Organe und diese wiederum bestehen aus einzelnen Zellen. Zusätzlich zu dieser physischen Ebene gehört zu dieser Sichtweise auch die seelisch-geistige Dimension des Menschen. 

Als Synonym dafür könnte man einen globalen Organismus gegenüber stellen. Dieser globale Organismus würde sich gliedern in: die einzelnen Menschen - die Organisationen - die Nationen - die ganze Menschheit. Diese sind jeweils ähnlich wie ein Organismus aufgebaut, sie hängen zusammen und haben eine gegenseitige Wechselwirkung.

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